PKW Maut am Gotthard für Fahrzeuge aus dem Ausland
Das muss endlich mal gesagt sein: Eine Maut muss her für den Gotthard! Blechlawinen, Wartezeiten, Lärm, und Abgase am Gotthard gehören längst zum Alltagsbild der Gotthardportale Uris und des Tessins. Ein gewichtiger Teil des Problems stellt der Transitverkehr dar und führt regelmässig zum Verkehrskollaps. Der ausländische Transit-Billig Verkehr verhindert inzwischen Innerschweizern einen Spontanbesuch im Tessin oder lässt ihn zur wochenendlichen Odysse werden. Will man als Zuger in den Süden, muss man um vor 6 Uhr morgens aufstehen, um nicht mit Deutschen, Holländern und Belgiern (hier kommt dann wieder Brüssel ins Spiel) festzustecken oder man nimmt den Mobilitätsverlust in Kauf, und fährt mit der Bahn. Wie man dann allerdings sein Lieblingsgrotto im Hang erreicht ist dann eine andere Geschichte. Bundesbern ist verpflichtet zu handeln, damit das Tessin nicht noch weiter weg rückt vom Rest der Schweiz.
Das Benutzerprinzip
Unter diesem Aspekt müssten die ausländischen Benutzer die Gelegenheit bekommen, sich am Gotthard, wie wir Schweizer via Maut am italienischen Brenner oder dem österreichischen Arlberg-Tunnel, an den Betriebskosten beteiligen zu können. Bei der vorsichtigen Schätzung von ca. 15’000 ausländischen Fahrzeugen pro Tag die aktuell unser Tunnelsystem durchqueren und einem Maut Einzelticket von 15 CHF pro Fahrt und PKW, käme man bis zur angekündigten Gotthardtunnel Totalsanierung auf einen Zustupf unserer ausländischen Freunde von ca.400 Millionen CHF.
Totalsanierung für 1 Mia CHF
Wie ich auf diese Zahl komme? Laut verschiedener Quellen (darunter die Astra und die Urner Regierung) ist es wahrscheinich, dass das Nadelöhr in etwa 7 Jahren für die Dauer von etwa 5 Jahren für mehr als 1 Milliarde CHF samt Erhöhung der Tunneldecke, Entwässerung, Lüftung, Fluchtwege und Signalisation totalsaniert werden muss (Bundesrat Leuenbergers Zahlen bezifferten den Aufwand im Jahre 2008 selbstverständlich auf lediglich 300 Millionen CHF). Das Bundeamt für Strassen prüft dieses Jahr laut „Sonntagszeitung“ und dem Urner Regierungsrat Josef Dittli eine Totalsperre für 3 Jahre oder temporäre Schliessungen an 280 oder 180 Tagen während der Sanierung. Nicht auszudenken was dies für die nationale Wirtschaft an zusätzlichen Verlusten einbringen wird.
Solidarität ist eine Einbahnstrasse
Wieso um Himmels willen, sollen also unter all diesen bekannten Umständen NUR die ohnehin schon von allen geschröpften Schweizer ALLEINE für die Sanierungskosten oder überhaupt für die jährlich anfallenden Betriebskosten aufkommen? Der Europäsiche Gerichtshof in Luxemburg springt ja schliesslich auch nicht zimperlich mit dem Begehren der Schweiz um, den Fluglärmstreit zwischen der Schweiz und Deutschland objektiv zu beurteilen. Hier befinden wir uns verkehrstechnisch und verkehrspolitisch im gleichen Fahrwasser liebe EU. Ihr nimmt die Leistungen der Schweiz im Verkehrswirrwarr Europas einfach als Selbstverstädnlichkeit hin! Und damit soll jetzt Schluss sein. Der Gotthard und die Neat ist für Europa genau so wichtig wie für die Schweiz. Die EU soll deshalb endlich aufhören die Schweiz immer wieder in die Ecke zu drängen und mit Vertragsauflösung der Bilateralen zu drohen, denn wir als Nicht-EU Mitlgied bezahlen heute schom mehr Kohäsionsmilliarden als so manches bankrottes Vollmitglied. Wir ermöglichen mit unserem Fleiss und unserer Disziplin einen reibungslosen Verkehrsfluss quer durch Europa auf der Hauptverkehrsachse Nord-Süd, während uns die Deutschen z.B. zwingen, in kleinbürgerlichem Sozidenken, der nicht über den eigenen Tellerrand hinaus geht, vollkommen umständlich über den eigenen Feldern auf den Flughafen Kloten anfliegen zu müssen, obwohl sich gerade soviele Deutsche Bundesbürger per Flugzeug bei uns einfinden, um hier täglich zu arbeiten.
Am letzten Wochenende hat man in den Alpen das 30 jährige Bestehen des Gotthard-Strassentunnels gefeiert. In den 30 Betriebsjahren hat sich der Schwerverkehr praktisch verzehnfacht. Eine eben erstellte Studie der Alpeninitiative kommt ferner zum Schluss, dass seit Eröffnung des Tunnelbauwerks nur noch halb soviele Personen mit dem Zug durch den Berg fahren, was der Bahn inzwischen Milliardenverluste beschert.
Ich fordere die Einführung eines Mautsystems, welches Ausländer bei uns an den Kosten ihrer Benützung unseres Jahrhundetbauwerks beteiligt. Die Mautstation soll unmmittelbar vor den letzten Ausfahrten die zum Gotthardpass führen gebaut und betrieben werden. Die Maut gilt dann sowohl für den Tunnel als auch für die Passstrasse, damit diese nicht zum Billigfahrer Horrorpass wird. Der ohnehin geplante Autoverlad, welcher während der Totalsanierung zum Einsatz kommt, soll des weiteren dann etwa gleich teuer kommen, wie die neue PKW Maut, von der Schweizer Autofahrer freigestellt sind, da man hierfür Bundessteuer zahlt. Die Maut kann vom Ausländer an der Grenze sonst auch für 1 ganzes Jahr für umgerechnet 100 Franken bezogen werden, falls man uns monatlich zu beglücken plant. Der lokale Gewerbeverkehr und Schweizer fahren dann vor der Mautzahlstation auf einer ca.3km langen TOLL-FREE Spur einem freien aber kontrollierten Korridor innerhalb der Zahlstelle entgegen, damit sie nicht lange im Stau stehen müssen. Wenn andere Nachbarstaaten für eine Kernaufgabe eines Staates, wie die der Finanzierung der eigenen Infrastruktur kein Geld übrig haben, oder es schlicht und einfach in den Katakomben der Zentralbürokratisten beim jährlichen Umzug von Brüssel nach Strassburg vaporisiert, dann darf doch die Schweiz aufhören Geschenke zu verteilen. Jetzt, wo Bundesrat Leuenberger endlich abtritt, dürften die Jahre der Geschenke für Europa hoffentlich vorbei sein.